HATE-CORE
STATEMENT ZUM ALLER LETZTEN MAL.

Es wurde bereits 2006 umfassend Stellung genommen, sich erklärt und positioniert.
Es wurde Alles bis zum Erbrechen durchdiskutiert. Nachzulesen hier: History

Aus diesem Grund:

Wir diskutieren nicht über unsere Vergangenheit,

Wir diskutieren nicht über unsere Einstellung,

Wir diskutieren nicht über unsere Freunde.

WIR MACHEN STREETWEAR.

HATE-CORE BEREITS 2006 REHABILITIERT

“… Aber ganz zum Schluß muß ich mich fragen, was ich da mache. Ich will nicht hart wie Beton werden und alles an mir abprallen lassen. Ich will mich niemandem gegenüber verantworten müssen oder Rechenschaft ablegen. Aber morgens will ich mir selbst im Spiegel in die Augen sehen. “
PlasicBomb Magazin 2006

 

“wer anderes tut und das auch noch anonym, nicht die eier hat sich mit namen und persönlich einem gespräch zu stellen, von dem lasse ich mich nach zig jahren antifaschistischer und antiimperalistischer, oft „körperlicher“ auseinandersetzung mit neonazis auf der strasse nicht per massenmail im internet der kollaboration mit denselben beschuldigen – und sage denen „haltet’s maul!“. “
Trashmark 2006

“… Grundsätzlich haben wir kein Verständnis für anonym geführte Kampagnen. Wer einen stichhaltigen Vorwurf vorzubringen hat, kann dafür sicher auch mit seinem Namen geradestehen und hat es nicht nötig, mit dem Weiterverbreiten anonymer Anschuldigungen Stimmung zu machen. Dazu kommt, dass die Leute, die diese Vorwürfe verbreiten, es nicht für nötig hielten, uns überhaupt mal für eine Stellungnahme zu kontaktieren, bevor sie ihre Kampagne begonnen haben. Das ist schlechter Stil und wirft ein bezeichnendes Licht auf zumindest diesen Teil der Antifa-Bewegung. Wir hoffen, etwas zur Klärung der Situation beigetragen zu haben.”
OX Magazin & Trashmark 2006

Nochmal in aller Klarheit:

Wir sind, wer wir sind – und wie wir sind. Wir sind Individuen, die sich zusammengeschlossen haben, um von den individuellen persönlichen Erfahrungen inspirierte  Streetwear zu machen. Wir kommen ursprünglich alle aus dem Ruhrpott – unter Ruhrpott war von jeher ein Schmelztiegel, in dem Personen unterschiedlichster Herkunft zusammengekommen sind.

Das beschränkt sich nicht nur auf die Seite an Seite tief unter Tage auf dem Pütt oder in der Gluthitze der Hochöfen zusammen arbeitenden Kumpel, von denen der eine türkischstämmig, der andere polnischstämmig  und der wieder andere das, was man heutzutage seltsam konnotiert als „Bio-Deutsch“ bezeichnet, war und die die Arbeit über alle kulturellen Grenzen und politischen Vorstellungen hinweg zusammengeschweißt hat, sondern galt und gilt weiterhin auch für die jugendlichen Subkulturen – bei uns insbesondere der 1980er und 1990er Jahre.

Bei uns gab es Popper, Punks, Psychos, Skins, Teds, Grufties, Mods, Scooter-Boys, Hools und und und. Oft genug ist der eine Sandkastenfreund später das und der andere wiederum das geworden und trotzdem hat man überwiegend zusammengehalten, dieselben Clubs besucht, ist auf dieselben Partiess gegangen – letztlich wurde hier genau das gelebt, was in den frühen 1980ern gerade bei den englischen Subkulturen häufig genug proklamiert wurde, also dass „the kids are united“.

Natürlich hat es auch immer wieder mal Auseinandersetzungen gegeben und es war nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen – aber letztlich waren diese Auseinandersetzungen doch so, dass man häufig genug hinterher trotzdem noch zusammen ein Bier trinken konnte und nicht selten waren solche Auseinandersetzungen der Beginn heute noch bestehender Freundschaften.

Dabei war es gerade hier im Schmelztiegel des Ruhrpott auch völlig klar, dass wir in der Vergangenheit auch immer schon persönliche Freundschaften mit Leuten unterschiedlichster politischer Ausrichtung hatten (und bis heute haben) – wenngleich man natürlich sagen muss, dass gerade zu den Zeiten als Teen und als Twen von den 1980ern bis hinein in die 2000er Jahre dabei auch noch nicht alles völlig ausgereift war und sogar so mancher heutzutage politisch eine exakt entgegengesetzte Position zu der vertritt, die er früher noch vertreten hat.

Natürlich gab es auch schon Leute dabei, die auf die eine oder andere Art und Weise extrem waren – und das muss noch nicht einmal immer typisch gewesen sein, so gab es auch rechtsextreme Punks und umgekehrt linksextreme Skins.

Solange aber niemand versucht hat, andere politisch zu missionieren, trotz alledem eigentlich immer alle Spaß zusammen z.B. bei gemeinsam besuchten Konzerten, Parties u. ä. – es gab immer wieder Veranstaltungen, die alle angesprochen haben (früher häufig genug im Bereich des Oi-Punk, später dann gab es auch Bands, die Punkrock mit eindeutigen Rockabilly-Wurzeln gespielt haben und auch weiterhin spielen – und auch im Bereich Hardcore mit seinen verschiedenen Spielarten haben immer schon viele von uns zusammengefunden).

Daher ist völlig klar, dass das auch für uns als die Jungs hinter Hate-Core gilt.

Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass bei den Leuten, die uns in den langen Jahren unseres Bestehens (seit nunmehr 22 Jahren) auf die eine oder andere Art und Weise unterstützt haben (sei es als „Models“ für die Kataloge, sei es durch das Verteilen von Flyern auf Veranstaltungen etc.) Personen mit den verschiedensten subkulturellen Hintergründen und sicher auch politischen Ausrichtung dabei sind.

Unabhängig davon, ob vielleicht dem einen oder anderen der subkulturelle Hintergrund oder die politische Ausrichtung von bestimmten Personen, die uns unterstützt haben (und teilweise weiterhin unterstützen), nicht gefällt oder gar zu extrem ist, so haben wir noch nie einen Freund, der uns unterstützt hat und der nicht versucht hat, uns „auf seine politische Seite zu ziehen“ oder für „seine politische Sache“ zu instrumentalisieren, sondern uns eben einfach nur ohne jegliche Gegenforderung unterstützt hat, eben für diese Unterstützung kritisiert oder gar fallen gelassen – völlig unabhängig davon, welchen subkulturellen Hintergrund oder welche politische Ausrichtung er hatte.

Für uns waren und sind das schlichtweg Freunde – häufig genug seit Jugendtagen, teilweise sogar seit Kindertagen.

Dass sich natürlich in so langer Zeit auch Freunde unter anderem politisch unterschiedlich entwickeln, so, wie sich jeder Mensch insgesamt entwickelt und auch jedem Menschen insgesamt eine Entwicklung zugestanden werden sollte, ist selbstverständlich – dass derart alte Freundschaften aber trotz aller eventuellen Unterschiede weiterhin Bestand haben und möglicherweise unterschiedliche (unter anderem politische) Positionen auch nicht hinterfragt werden, dürfte gerade dem Wesen einer gewachsenen Freundschaft entsprechen.

 FREUNDE LASSEN FREUNDE NICHT FALLEN.

Und dafür werden wir uns niemals rechtfertigen und darüber werden wir auch nicht diskutieren.

Auch von uns hat sich selbstverständlich jeder – gerade in seinen Findungsphasen als Teen und Twen – auf die eine oder andere Art und Weise ausprobiert, teilweise subkulturell, teilweise politisch.

Selbstverständlich gab es dabei immer auch Sachen, auf die man heutzutage alles andere als stolz sein kann – aber den einen oder anderen, ggfs. auch erheblichen Fehler dürfte wohl jeder Mensch in seinem Leben schon gemacht haben.

Wichtig ist aber, dass wir trotz dessen von unseren Freunden auch nie fallen gelassen wurden – weil das eben hier eine Selbstverständlichkeit ist.

Gerade unsere Vergangenheiten und auch etwaige Fehler dabei, aus denen wir lernen konnten, haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind.

Eine der Erkenntnisse dabei ist heute die, dass Extremismus jeglicher Form (egal ob politisch, oder religiös) abzulehnen ist – gerade die Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit auf der gesamten Welt, aber auch hier bei uns in Deutschland, dürften verdeutlichen, dass Extremismus jeglicher Form immer nur zu Zerstörung, Verletzung, Leid, Wut und etwaig vergleichbar extremistischer Gegenreaktion führt.

Weiter aber wollen und werden wir uns politisch nicht positionieren, zumal auch von uns jeder noch ein Individuum ist und wir uns auch insoweit unsere Individualität bewahren wollen. Wir können aber wiederholen, dass wir in keinerlei Distanzeritis gegenüber Freunden von uns verfallen werden, die uns uneigennützig unterstützt haben oder das vielleicht sogar bis heute noch machen – egal, wer sie in den Augen anderer eventuell sein mögen.

Dass kann man akzeptieren oder nicht – wir zwingen keinen dazu, unsere Streetwear gut zu finden, sondern machen Streetwear, die wir selber gut finden.

Wir machen auch keine Streetwear, um neue Freunde zu finden – denn Freunde haben wir aufgrund des vorstehend Dargestellten genug.

Wenn uns aber jemand mag und sich daraus etwaig sogar neue Freundschaften entwickeln, so freuen wir uns darüber – denn so wie wir aufgrund unserer Jugend im Schmelztiegel des Ruhrpott immer offen für Neues waren, so sind für das heute auch noch.

HATE-CORE STREETWEAR 2020

HATE-CORE FOREVER.

HATE-CORE  ist ein Lebensgefühl, eine Maxime. Helft uns, den Spirit von Freundschaft, Respekt und Loyalität auch weiterhin hochzuhalten und nach außen zu tragen.