PRO-PAIN Das Interview

the voice of rebellion.

Die Band PRO-PAIN aus New York gehört unbestritten zu den legenden der deutschen Hardcore Szene. Sie verkörpern wie keine andere Band den Lifestyle und Frontman Gary Meskil ist eine Persönlichkeit durch und durch. Immer auf Augenhöhe mit den Fans sind PRO-PAIN mehr als nur eine Hardcore Band.

Wir haben PRO-PAIN 1998 im Zuge der Support Tour der Böhsen Onkelz kennengelernt und noch im Backstage wurde vereinbart das wir mit HATE-CORE STREETWEAR und PRO-PAIN bei der nächsten Gelegenheit unsere Shirts an Ihrem Stand präsentieren können. Ein Mann ein Wort und so kam es zu dem ersten HATE-CORE STREETWEAR Stand 1999 bei dem PRO-PAIN Konzert in der Zeche Carl in Essen.

Eine alte Erinnerung. Gary in der Zeche Carl, Essen 1999. Wir konnten unsere Shirts mit beim Stand von Pro-Pain mit anbieten. Es war schon ein geiles Gefühl seine eigenen Shirts neben denen von Pro-Pain zu sehen. Leider gibt es nur dieses eine Foto von damals.

Grund genug Gary Meskil von PRO-PAIN um ein Interview zu bitten und so wie man Ihn, kennt war er sofort bereit. Viel Spaß bei dem Interview.

HC: You are just back from Germany. How were the concerts in Germany?

Pro-Pain Gary: We just completed our European summer tour, which was a big success! The shows in Germany were awesome (as always) thanks to our great fans!

HC: You were attacked a few years ago after a concert and seriously injured
how did the attack come about and what was the time after that?

Pro-Pain Gary: The attack actually occurred in Brussels during one of our „off days“. It was a robbery which quickly escalated into an attempted murder via 6 persons. I suffered several skull fractures and a ruptured artery as a result. My recovery included multiple blood transfusions and procedures involving my upper and lower jaw. I have never been 100% since the attack, but I am here, and I’m grateful to be able to still „do what I do“.

HC: How hard was it for you to go back to the stage and what has changed for you after the robbery?

Pro-Pain Gary: It was very difficult to come back to the stage after such an incident, and in retrospect I returned quite prematurely. Yet somehow I felt a responsibility to my band, the promoters, and the fans, to try and get back to the stage as soon as I was physically able….and when I did, I wasn’t a „victim“ anymore. Yes, there were some setbacks along the way, but „such is life“, I suppose. In the end, I am
thankful and humbled by the outpouring of love and support I got from so many people during a very difficult time in my life.

HC: Ihr seid grad zurück aus Deutschland wie waren die Konzerte dort?

Gary: Wir haben gerade unsere Sommer – Europa Tournee beendet, die ein riesiger Erfolg war! Die Konzerte in Deutschland waren großartig – wie immer – Danke an unsere fantastischen Fans!

HC: Vor ein paar Jahren wurdest du nach einer Show ernsthaft verletzt. Wie ist es dazu gekommen und wie war die Zeit danach für dich?

Gary: Der Vorfall ereignete sich in Brüssel , während wir einen Tag frei hatten. Es war ein Raubüberfall, der ziemlich schnell eskalierte und im versuchten Mord endete. Ich trug mehrere Frakturen im Kopf- und Gesichtsbereich und eine geplatzte Arterie davon. Für meine Genesung benötigte ich diverse Bluttransfusionen, sowie eine Operation am Ober- und Unterkiefer. Heute bin ich nicht wieder zu 100% so, wie vor dem Überfall – aber ich bin hier und sehr dankbar, dass ich immer noch das tun kann, was ich möchte.

HC: Wie belastend war es für dich zurück auf die Bühne zu gehen und was hat sich nach dem Überfall für dich geändert?

Gary: Es ist mir sehr schwer gefallen nach diesem Ereignis zurück auf die Bühne zu gehen und im Nachhinein betrachtet, bin ich vielleicht ein bisschen zu früh zurück gekommen. Ich habe mich verantwortlich für meine Band, die Veranstalter und die Fans gefühlt und bin wieder auf die Bühne gegangen, sobald es meine körperliche Verfassung zugelassen hat. Und in dem Moment als ich das tat, war ich kein „Opfer“ mehr. Ja, es gab auch Rückschläge während dieser Zeit, aber ich denke, so ist das Leben eben. Heute bin ich dankbar und demütig für die grenzenlose Liebe und Unterstützung, die ich während dieser schweren Phase meines Lebens von so vielen Menschen bekommen habe.

So einen Angriff zu überleben ist HATE-CORE.

HC: You are a symbol for the german hardcore scene, how does germany differ to other countries?

Pro-Pain Gary: The German fans are extremely dedicated. They are „fans for life“, and I firmly believe that if it were not for the German fans, we probably would not have enjoyed such a lengthy career. Das ist gut, ja?

HC: How were the beginnings of the hardcore scene and how did you experience it?

Pro-Pain Gary: I began my hardcore journey in the early 80’s with my first band „Crumbsuckers“. We were a „cult band“ who were liked by some of the greats (Metallica, Pantera, Mike Patton, Anthrax, Megadeth, etc.). Such associations helped establish the band as an integral part of the NYHC and Crossover scene. Pro-Pain is a by-product of Crumbsuckers. The two bands share some commonalities, but each is its own animal.

HC: Du bist in Deutschland ein festes Symbol der Hardcore Szene. Inwiefern unterscheidet sich Deutschland zu anderen Ländern?

Gary: Die deutschen Fans sind extrem treu. Sie sind lebenslange Fans und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir ohne sie nur halb so viel Spaß in unserer langen Karriere gehabt hätten.

HC: Wie hast du die Anfänge der Hardcore Szene erlebt?

Gary: Meine Reise zum Hardcore begann Anfang der 80iger mit meiner ersten Band „Crumbsuckers“. Wir waren eine Kultband, die von ein paar der ganz großen gemocht wurde ( Metallca, Pantera, Mike Patton, Anthrax, Megadeath, etc. ). Diese Verbindungen haben uns geholfen die Band zu etablieren und ein Teil der NYHC und Crossover Szene zu werden. Pro-Pain ist sozusagen durch die Crumbsuckers entstanden. Beide Bands teilen ein paar Gemeinsamkeiten, aber jede ist auf ihre eigene Art animalisch.

HC: We got to know 98 at the onkelz in hamburg and a few months later we had a few shirts with you at the merch booth …
How do you feel about the böhsen onkelz and how did the onkelz influence you?

Pro-Pain Gary: We have a great admiration for the Onkelz and all they have achieved. They are one of the great rock and roll stories, and we are proud to have played a small role in it. The Onkelz were actually one of the only bands who gave us a chance to play at a „higher level“. Many were against the idea of us supporting them at the time because they were / are considered by some to be politically „controversial“, but after carefully assessing the situation and getting to know the guys, we decided to „go for it“. For some skeptics and cynics, there was guilt by association…..but we are a band who has always marched to the beat of our own drummer. In the words of my dear friend Bobby Blitz (Overkill): „We don’t care what you say, fuck you!“.

HC: What are the next plans of propain?

Pro-Pain Gary: We are currently taking a much needed break, but we will return to Europe in early October for a gig in Eeklo Belgium. Our next European tour will take place in November / December. Check pro-pain.com for dates. In March / April 2020 we will tour the US and then we plan to record and release a new album sometime later in the year.

HC: What is your opinion on streaming platforms like spotify etc

Pro-Pain Gary: It’s tantamount to „highway robbery“. The royalty rates are insanely low, but somehow they have been able to get away with it. I’m all for new platforms for music, but I’m also about fairness.

HC: Which shirt do you like best?

Pro-Pain Gary: With regard to the Hatecore Merch, I like the black shirt with the small HC symbol on the mid upper chest.

Thanks for this interview and thanks to all of the fans for their undying support!

Pro-Pain Gary: Gary Meskil / Pro-Pain

HC: 1998 haben wir euch in Hamburg im Rahmen der Onkelz kennengelernt. Ein paar Monate später wurden sogar T-Shirts von euch am Merchstand verkauft. Wie steht ihr zu den Onkelz und wie haben sie eure Arbeit beeinflusst?

Gary: Wir bewundern die Onkelz sehr für das, was sie alles erreicht haben. Die Onkelz sind eine dieser „Rock‘n Roll“ Geschichten und wir sind stolz darauf, dass wir eine kleine Rolle in dieser Geschichte spielen dürfen. Die Onkelz sind eine der wenigen Bands, die uns die Chance gegeben haben auf einem ganz anderen Level spielen zu können. Es gab viel Gegenwind als es hieß, dass wir der Support der Onkelz werden. Die Leute hatten Angst um unser Image und um politische Diskussionen. Aber nachdem wir die Jungs kennengelernt haben und uns mit ihrer Geschichte auseinander gesetzt haben wussten wir, dass unsere Entscheidung sie zu supporten die richtige ist. Manch Skeptiker und Zyniker sagte wir hätten unser Schicksal so selbst gewählt- aber wir sind immer eine Band gewesen, die zum Takt unseres eigenen Drummers gelaufen ist. Um es mit den Worten meines lieben Freundes Bobby Blitz ( Overkill) zu sagen:“Es interessiert mich nicht was du sagt, fick dich!“

Support für
HATE-CORE STREETWEAR
von PRO-PAIN.

Gary Meskil von der Band Pro-Pain 09.12.19 in Mannheim

HC: Was sind eure nächsten Pläne?

Gary: Als erstes machen wir eine wohlverdiente Pause. Im Oktober werden wir für einen Gig in Belgien zurück nach Europa kommen. Die nächste Europa Tour wird im November/ Dezember starten. Auf www.pro-pain.com findet ihr die aktuellen Tourdaten. Im März/April 2020 werden wir durch die USA Touren, ein neues Album aufnehmen und im Laufe des Jahres veröffentlichen.

HC: Wie steht Ihr zu Streaming Plattformen wie Spotify, etc.?

Gary: Streaming ist vergleichbar mit Straßenraub. Versteht mich nicht falsch – ich bin schon für neue Plattformen für Musik, aber ich bin auch für Fairness.

HC: Welches unserer Shirts gefällt dir am besten?

Gary: Mir gefällt das schwarze Shirt mit dem kleinen HC Symbol auf der Brust am besten.
Danke für das Interview and Danke an unsere Fans für ihre unermüdliche Unterstützung

Gary Meskils favorite HATE-CORE SHIRT.

PRO-PAIN

Biografie

Aggressiv, akribisch, leidenschaftlich, gerecht – all diese Merkmale symbolisieren die Grundlagen der Metal- / Hardcore-Pioniere PRO-PAIN. Seit ihrem vernichtenden, 1992 von NAIRD nominierten Debütalbum Foul Taste Of Freedom sind PRO-PAIN zu einem festen Bestandteil der Ernährungsgewohnheiten von Heavy-Music-Hörern auf der ganzen Welt geworden. Ihre erfolgreiche und beneidenswerte Karriere hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt, und dennoch schaffen sie es, Raum zu finden, um sich zu verbessern und, was noch wichtiger ist, zu beeindrucken.

Ihr letztes (und 13.) Studioalbum Straight To The Dome ist alles, was der Titel andeutet. Es ist 100% PRO-PAIN in seiner reinsten und wahrsten Form. Das Album enthält 11 brodelnde Tracks von Hardcore-Metal-Wut, die alle meisterhaft und mit dem für die Band typischen New Yorker Sound gekonnt aufgenommen wurden. Songs wie der Titeltrack Nothing Left und Bitter Pill sorgen für ein rasantes Tempo, während Zugabe! und A Good Day To Die beweisen, dass die Bands der letzten Jahre des Experimentierens nicht umsonst waren.

Band-Frontmann Gary Meskil erklärt:

„Wir hatten vor, mit diesem Album ein PRO-PAIN-Album der alten Schule zu machen, und ich denke, dass dies vielleicht unsere klanglich brutalste Anstrengung seit The Truth Hurts ist. Abgesehen davon hat das Album hier und da ein paar geschmackvolle melodische Momente. was meiner Meinung nach zu seiner Tiefe und Vielfalt beiträgt „.

Straight To The Dome wurde im Little Creek Studio in Gelterkinden, Schweiz, aufgenommen und von V.O. Pulver (GURD).

PRO-PAIN-Leadgitarrist Adam Phillips fügt hinzu: „V.O. ist ein fantastischer Produzent / Ingenieur, und er wusste genau, wie man die Stimmung dieser Band und dieser Songs einfängt.“

PRO-PAIN wurde vom Sänger und Bassisten Gary Meskil (ex-Crumbsuckers) in New York gegründet und hat im Laufe der Jahre von einer stetig wachsenden und loyalen Fangemeinde, der Metal Press, Hard Rock Radio und MTVs Headbanger’s Ball, erhebliche Unterstützung erhalten . Mit den Bandkollegen Marshall Stephens (Rhythm Guitar), Adam Phillips (Lead Guitar) und Schlagzeuger Jonas Sanders wird die Band in den USA und in Europa auf ausgedehnten Tourneen gehen, um Straight To The Dome zu unterstützen !

Quelle: www.mad-tourbooking.de

Übersetzung: Saskia Scheiber

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